Nicht immer plagen Migräne oder Clusterkopfschmerzen

Eine Tasse Kaffee für erholsamen Schlaf

von Holger Westermann

Der primäre schlafgebundene Kopfschmerz (engl. Hypnic Headache) trifft Frauen doppelt so häufig wie Männer. Fast jede Nacht verhindert eine Schmerzattacke beim Einschlafen oder auch mitten in der Nacht den gesunden Schlaf der Patienten. Die Folgen sind dramatisch: Unkonzentriertheit, Bluthochdruck und Furcht vor dem Zubettgehen – denn dort lauert die nächste Schmerzattacke.

Wirksame Abhilfe schafft Koffein. Betroffene sollten vor dem Schlafengehen entweder eine Tasse Kaffee trinken oder eine koffeinhaltige Schmerztablette einnehmen. Da in erster Linie das Koffein hilft ist ein Espresso am Abend zu empfehlen. Viel Koffein und wenig Flüssigkeit ist im Hinblick auf eine ungestörte Nachtruhe die optimale Therapie.

Sekundärer schlafgebundener Kopfschmerz ist zumeist eine Folge von Schlafapnoe, immer wiederkehrende Atemaussetzer während des Schlafs. Die Betroffenen wachen morgens mit oder durch Kopfschmerzen auf, die nach etwa einer halben Stunde wieder verschwinden. Auch ein aus dem Takt geratener Blutdruck kann nächtliche Kopfschmerzen provozieren. So zeigen 24-Stunden-Messungen von betroffenen Bluthochdruckpatienten  eine Verschiebung der Phasen mit maximalem Blutdruck in die Nacht. Die Kopfschmerzen verschwinden sobald sich die Blutdruckwerte wieder normalisiert haben.

Quellen: Holle, D. et al. (2011): Wenn nächtliche Kopfschmerzattacken den Schlaf rauben. Info Neurology & Psychiatrie 13 (4): 34-37

Erstellt am 2. September 2011
Zuletzt aktualisiert am 2. September 2011

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