Wetter
Pack’ den Wintermantel aus …
… denn jetzt kommt nochmals polare Kaltluft nach Mitteleuropa. Ab Mittwoch ändert sich die Wetterlage grundlegend. Statt wärmende Sonnenstrahlung der letzten Tage wird dann ein Kälteeinstrom mit Regen, Graupel und Schnee die Luft drastisch abkühlen.
Der Frühling lockte bereits mit Sonne, Wärmestrahlung und zunehmend längeren lichten Tagen die Menschen ins Freie. Eine ausgedehnte, stabile Hochdruckwetterlage von West- bis Osteuropa bestimmte das Wetter in Mitteleuropa und ließ die Natur und das Gemüt der Menschen erblühen. Frühmorgens war es zwar noch sehr frisch, am frühen Nachmittag wurden vielerorts zuverlässig Tagesmaxima über 15°C erreicht.
Ab Mittwoch, 25. März schiebt eine Kaltfront die frühfrühlingshafte Wärme beiseite, mit Regen, Graupel und Gewittern - im Tagesverlauf von Nordwest nach Südost bis an die Alpen. Dabei sinkt die Schneefallgrenze in den Mittelgebirgen auf etwa 400-600 m und an den Alpen auf 600-900 m. Der zunächst stürmische Wind lässt nach dem Frontdurchzug rasch nach. Doch der Wetterumschwung wird dadurch nicht abgemildert. Auch in den folgenden Tagen werden weitere kühlende Niederschläge die gefühlte Temperatur fortschreitend absenken.
Nach aktuellen Vorhersagen wird diese kalte Witterung bis in den April hinein und möglicherweise über Ostern hinaus anhalten. Die Menschen hierzulande müssen derweil mit typischem Aprilwetter rechnen: mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern, unterbrochen von Episoden mit Sonnenschein. Durch den inzwischen höheren Sonnenstand ist die Wirksamkeit der Wärmestrahlung dann besonders intensiv zu spüren.
Trifft die Kaltluftströmung aus Nordwest auf die Alpen fällt dort länger anhaltend Schnee. Schon in den ersten Tagen steigt die Schneedecke der Nordhänge der Alpen rasant. Aber auch in den kommenden zehn Tagen werden immer wieder Schneefälle erwartet. Wer hier aber auch in den Mittelgebirgen unterwegs sein will oder muss, sollte den Wechsel auf Sommerreifen noch ein wenig hinaus zögern.
Für wetterempfindliche Menschen ist der markante Wetterwechsel eine ganz besondere Herausforderung. Nicht nur der deutliche Temperaturrückgang, sondern der Wechsel von sonnig-trocken-warm zu düster-nass-kalt wirkt sich auf allgemeines Wohlbefinden und die Belastung durch Symptome chronischer Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen aus. Denn die gefühlte Temperatur, die letztendlich die Körperreaktionen bestimmt, sinkt drastischer als der Thermometerwert. So müssen Menschen mit dauerhafter oder immer wiederkehrender Schmerzen in Muskulatur oder Gelenken mit intensiverer Belastung leben. Herz-Kreislauf-Beschwerden können sich durch den Kältereiz verstärken und manche Menschen schlägt der Blick durchs Fenster auf die tagelang garstige Witterung aufs Gemüt.
Nach einer Gewöhnungsphase von zwei, drei Tagen fühlt sich das wechselhafte Aprilwetter mit nasskalter Grundtönung immer noch nicht „schön“ an. Aber man kann bei Sonnenscheinlücken schon wieder die Gelegenheit nutzen, um die allgemeine Stimmung zu bessern. Einfach die Strahlungswärme genießen oder für einen Spaziergang nochmals den Wintermantel anziehen.
Quellen: Dipl.-Met. Marcel Schmid: Auf Bilderbuchfrühling folgt jäher Absturz. Thema des Tages 23.03.2026, Pressemitteilung vom Deutscher Wetterdienst.
Erstellt am 23. März 2026
Zuletzt aktualisiert am 23. März 2026
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