Wetter

Eine weitere Woche Sonnenschein

von Holger Westermann

Die derzeit ruhige Hochdruckwetterlage wird nur kurzeitig von vorüberziehenden Höhentiefs getrübt. Heuer (in diesem Jahr) erleben die Menschen in Mitteleuropa einen sonnigen Übergang vom Spätwinter zum Vorfrühling - aber nicht zu jederzeit und überall einen wohlig warmen.

Die letzten Schneeflockenwolken ziehen ostwärts ab und ein Hochdruckgebiet dehnt sich über Mitteleuropa; das Zentrum verlagert sich träge langsam im Verlauf mehrerer Tage von den Britischen Inseln ostwärts Richtung Dänemark und Ostsee. Das ist eine für mehrere Tage stabile, ruhige und freundlich sonnige Wetterlage. Durch die Luftströmung mit dem Uhrzeigersinn um das Hochdruckzentrum gelangt zunächst mit einem kräftigen Ostwind winterliche Festlandsluft nach Österreich und Deutschland. Während der sternklaren Nächte kühlt diese ohnehin schon kalte Luft noch weiter ab, so daß sich vielerorts am frühen Morgen auf Autos und Rasen Reif bildet. Der Themometerwert kann jetzt im März niedriger sein als bislang während des gesamten Winters 2021/22. Tagsüber steigt die Temperatur im Sonnenschein rasch an, im Windschatten kann es sogar gemütlich warm werden.

Bei der gefühlten Temperatur, die neben dem Thermometerwert auch Strahlungswärme der Sonne, die Luftfeuchte und die Windgeschwindigkeit berücksichtigt um den Effekt auf Wohlbefinden und Gesundheit zu bewerten, ergibt sich eine enorme Differenz zwischen niedrigstem und höchstem Wert. Kurz: morgens bitterkalt und am frühen Nachmittag im Windschatten wohlig warm.

Sobald sich das Hoch nach Osten verlagert hat, dreht die Strömung allmählich auf südlichere Richtung. Die nun herangeführten Luftmassen sind spürbar wärmer. Typisch für eine Hochdrucklage im Vorfrühling bleibt der Gegensatz zwischen Temperaturminimum und -Maximum groß - aber die Werte verschieben sich Richtung Wärme. Die gefühlte Temperatur wird am Rhein bis auf oder gar über 20°C steigen. Für wetterempfindliche Menschen bedeutet dieses vorgezogene Frühlingswetter zumeist eine Linderung der Symptome und Gesundheitsrisiken. An Oder und Donau bleibt die Landschaft länger unter dem Einfluß der kalten Kontinentalluft.

Wärme verringert das Risiko für Infarkte aufgrund von Bluthochdruck oder wenig elastischer Adern (Arteriosklerose) sowie die Wahrscheinlichkeit für Asthmaattacken und Muskelverkrampfungen. Menschen mit Rheuma oder Fibromyalgie spüren eine nachlassende Schmerzbelastung. Es gibt aber auch sekundäre Effekte, die positiv wirken: Bei sonnig warmem Wetter steigt die Wahrscheinlichkeit durch Aktivitäten im Freien Gutes für Gesundheit und Gemüt zu tun.

Quellen:

M.Sc. Felix Dietzsch: Eine Woche Sonnenschein. Thema des Tages, Newsletter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 07.03.2022

Erstellt am 8. März 2022
Zuletzt aktualisiert am 8. März 2022

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