Wetter

Markanter Temperaturrückgang

von Holger Westermann

Nach den Hitzetagen Ende August erfrischt ein Kaltlufteinstrom die Menschen in Mitteleuropa. Dabei sinkt die gefühlte Temperatur deutlich. Die lichten Tage sind bereits deutlich kürzer als im Hochsommer und die Sonne steht zur Mittagszeit nicht mehr so hoch am Himmel - deshalb wärmt die Sonnenstrahlung nicht mehr so intensiv und die Lufttemperatur bestimmt das Wärmeempfinden. Während der schon recht langen Nächte kühlt die Luft stark ab und die tiefstehende Sonne braucht länger fürs Aufheizen am Morgen. So fühlt sich Herbst an.

So markiert der aktuelle Temperaturrückgang den Wechsel vom Hochsommer zum Spätsommer und Herbst. Selbst ein sonniger September oder goldener Oktober kann an diesem jahreszeitlich veränderten Wetterempfinden nur wenig ändern. Menschen, die auch tagsüber spontan ins Freie gehen können, sind dabei privilegiert, denn sie können bei Sonnenschein noch einmal Sommergefühl genießen. Wer die landestypischen Bürozeiten eingehaust verbringen muss, bemerkt die kühle Frische am Morgen und die rasch nachlassende Wärme nach Sonnenuntergang zwischen 19:30 (Wien, Ostösterreich) und 20:15 (Bremerhaven, Nordwestdeutschland).

Durch einen Vorstoß kühler Polarluft (derzeit noch erwärmt beim Weg über Nord- und Ostsee mit 20°C Wassertemperatur) sinkt die Lufttemperatur hierzulande innerhalb von zwei Tagen von einem Tagesmaximum 32°C mit intensiver Sonnenstrahlung und hoher Luftfeuchte (Schwüle) auf höchstens 19°C. Frühmorgens, direkt nach Sonnenaufgang kann die Temperatur auch im Flachland unter 9°C fallen. In den Alpen ist sogar der erste Schneefall dieser Saison möglich.

So ein Wechsel von feuchtwarmer Subtropikluft zu kühler Polarluft vollzieht sich nicht „still und leise“ sondern mit Getöse: Vielerorts bildeten sich entlang der Kollisionslinie Gewitter und mancherorts gingen Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen nieder. Mancherorts fiel dabei mehr Regen als gemeinhin im gesamten August zu erwarten gewesen wäre. Der Dauerregen kühlt dabei die bodennahe Luft auf 15°C herunter.

Durch Regenschauer und Wind sinkt die gefühlte Temperatur noch weit unter den Thermometerwert. So wird der Abschied von Hochsommerwetter als besonders drastisch empfunden. Zum einen mit Wehmut, denn Menschen mit Veranlagung zu Muskelverspannungen oder mit rheumatischen Beschwerden spüren deutliche Beeinträchtigung ihrer Bewegungsfähigkeit. Zum anderen empfinden Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen mittelfristig eine Erleichterungen. Kurzfristig können Konzentrationsprobleme und Schwindelgefühle den positiven Effekt nachlassender Hitzebelastung schmälern.

Die nachfolgende Wetterberuhigung erscheint dann schon wieder wie eine leichte Erwärmung - auch wenn die absolute Temperatur nur um wenige Grad steigt.

Quellen:

Artikel der Menschenswetter-Redaktion auf Grundlage aktueller Wetterberichte

Erstellt am 2. September 2019
Zuletzt aktualisiert am 3. September 2019

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