Wetter

Sonnige Wärme ergänzt wechselhafte Westwetterlage

von Holger Westermann

Das Sommerwetter in Mitteleuropa gestaltet der Wechsel von Atlantiktiefs, die von Westen heranziehen und Hochdruckgebieten, die sich von den Azoren aus nordostwärts ausdehnen. Je nachdem ob gerade Hochdruckeinfluss oder ein durchziehendes Tief das Wetter bestimmen, dominieren Warmlufteinstrom gefolgt von Kaltlufteinstrom mit Regen oder anhaltenden Sonnenscheinepisoden. Den Regiewechsel begleiten oft Gewitter. Jetzt wird es mal wieder sonniger und wärmer.

Das Hoch "Corina" mit Schwerpunkt über der Biskaya verlagert sich nach Mitteleuropa und bringt viel Sonnenschein und angenehme Lufttemperatur von 25 bis 32°C. Bei hochdrucktypischer Windstille und unter Einfluß direkter Sonnenstrahlung kann die gefühlte Temperatur noch deutlich höher steigen.

Nach der garstig kühlen Regenperiode ist diese Wetterberuhigung willkommene Gelegenheit den Sonnenschein im Freien zu genießen. Zuvor muss noch der Abzug gen Osten von Tief „Bernd“ mit reichlich Regen (stellenweise bis 50 Liter pro Quadratmeter) und vereinzelten Gewittern (örtlich Starkregen um 25 Liter in wenigen Stunden) überstanden werden.

Auf die ersten sternklaren Nächte folgen sehr frische Morgenstunden mit einer Lufttemperatur unter 10°C, örtlich bis 3°C. Ohne Wolkendecke kann die Wärmestrahlung aus dem Boden ungehindert ins Weltall entweichen - die feuchte Warmluft ist noch nicht als Wärmepuffer vorhanden. Das ändert sich aber in den folgenden Tagen, so dass nur an einem Tag frühmorgens mit markanten Kältereizen gerechnet werden muss.

Bis zum Wochenende erwartet ganz Mitteleuropa sonniges Sommerwetter. Für wetterempfindliche Menschen ist der Wechsel vom Tiefdruck- zum Hochdruckeinfluss lediglich wegen der vorübergehenden Kälte am Morgen riskant. Ansonsten wird die Schadstoffbelastung (Ozon, Feinstaub, Pollen) gering sein. Der anhaltende Regen hat die Luft sauber gewaschen und vom feuchten, gespülten Boden wird kein neuer Staub aufgewirbelt.

Quellen:

Dipl.-Met. Marco Manitta: Mit "Corina" kommt der Sommer zurück. Thema des Tages, Newsletter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 20.08.2019

Erstellt am 21. August 2019
Zuletzt aktualisiert am 21. August 2019

Unterstützen Sie Menschenswetter!

Die Höhe des Beitrags liegt in Ihrem Ermessen.

Weitere Informationen...

 3 Euro    5 Euro    12 Euro  
 Betrag selbst festlegen  

Fasnacht taugt nicht zum Wintervertreiben

Fasching, Fasnacht, Fastnacht, Fasent, Fasnet oder Karneval das fröhliche Treiben in den Straßen wurde diesmal feucht und windig. Erst zerzauste und taufte das Tief „Yulia" Kostüme und Häs. Nun folgt unmittelbar das Tief „Zehra“ und verhunzt die Narrenumzüge am Rosenmontag und am Karnevalsdienstag (Fasnetzischdig). Und dann kommt auch noch der Winter zurück. weiterlesen...


Admarker

Das Projekt Menschenswetter

Unterstützen Sie Menschenswetter!

Die Höhe des Beitrags liegt in Ihrem Ermessen.

 

 3 Euro    5 Euro    12 Euro  
 Betrag selbst festlegen  

  weiterlesen...


Individueller Herzrhythmus

Die „normale“ Ruheherzfrequenz lässt sich gar nicht so leicht bestimmen, denn beim Termin in der Arztpraxis sind viele Menschen nervös oder unter Stress. Das Ergebnis beim Pulsmessen zeigt dann einen leicht erhöhten Wert, der eher den Grad der Nervosität als den Gesundheitszustand abbildet. Moderne Fitnessarmbänder, die nicht nur beim Sport, sondern im Alltag getragen werden, liefern dagegen aussagekräftige Daten. weiterlesen...


Frauen frieren anders

Frösteln und frieren sind Reaktionen auf den akuten oder erwarteten Verlust von Körperwärme. Niedrige Lufttemperatur ist nur ein Auslöser, hohe Luftfeuchte und Wind sowie Aufenthalt im Schatten (keine Strahlungswärme) unterstützen den Wärmeverlust. Physiologische und psychologische Effekte wirken als Verstärker des Kälteempfindens - Schlafmangel, Abgespanntheit und Schmerzbelastung, manchmal genügt auch ein Blick aus dem Fenster auf vorüberziehende Schauer. weiterlesen...


Für den positiven Effekt genügt schon eine Trainingseinheit

Sport strafft den Körper, verlängert die Ausdauer, erfrischt den Geist und befreit das Gemüt. Der dazu notwendige Aufwand wird von vielen Menschen überschätzt. In einer kleinen experimentellen Studie mit betagten Bewegungsmuffeln bewirkte schon moderates aber regelmäßiges Engagement eine deutliche Verbesserung. weiterlesen...


Depressiv durch Heuschnupfen

Die Symptome stören und bieten den Mitmenschen in direkter Umgebung keine attraktive Gesellschaft: geschwollene Lider, rote tränende Augen, „laufende“ Nase und minutenlanges Niesen. Hinzu kommen die unsichtbaren Leiden wie Kratzen im Hals und Rachen sowie Schlafstörungen - die das Körpergefühl der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Jugendliche leiden besonders intensiv darunter, da sie sich aufgrund dieser Symptome der Pollenallergie von der Gemeinschaft Gleichalter ausgeschlossen fühlen. Unerwartet oft ist Depressivität die Folge. weiterlesen...