Wetter

Wieder eine Winterwetterepisode

von Holger Westermann

Tulpe

Nach einem leidlich sonnigen Wochenende und einem warmen Wochenstart mit Thermometermaxima um 20°C, wechselt die Witterung. Von Nordosten strömt Kaltluft nach Mitteleuropa. Regenfronten und Wind verstärken den deutlichen Rückgang der gefühlten Temperatur. Mancherorts muss mit Schnee und Frost gerechnet werden.

Der Temperaturrückgang verstetigt sich in den kommenden Tagen, besonders deutlich spürbar im Osten und Nordosten, moderater entlang von Rhein und Donau sowie im Südwesten. Wobei „moderat“ bedeutet, dass Frost und Schneefall in den Niederungen nicht sehr wahrscheinlich sind. Je näher eine Landschaft zur Kaltluftquelle Richtung Norden und Nordosten liegt, um größer ist die Gefahr für Luftfrost (in 200cm Höhe) und Bodenfrost (5cm). Empfindliche Pflanzen sollte man abdeckten oder über Nacht ins Haus holen.

Für wetterempfindliche Menschen ist dieser rasante Temperaturrückgang ein Gesundheitsrisiko. Wer unter hohem Blutdruck (Hypertonie), Arterienverkalkung (Atherosklerose) oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leidet, muss bei plötzlichem Kältereiz mit einem erhöhten Infarktrisiko rechnen. Körperliche Anstrengung frühmorgens im Freien, beispielsweise Schneeschippen oder Autoscheiben freikratzen, sollten Betroffene vermeiden. Wer schon mit dem Sommersportprogramm begann, muss wieder mit garstigen Bedingungen rechnen, die Atembeschwerden, Muskelverkrampfungen und mentale Unlust provozieren können.

Glücklicherweise werden solche Wechsel zu winterlichem Wetter im Jahreslauf nun seltener und weniger drastisch. Doch bis zu den Eisheiligen Mitte Mai sind es noch mehr als fünf Wochen, in denen Frosteinbrüche möglich sind. Ein Grund mehr, bei jeder Gelegenheit die sonnigwarmen Frühlingstage zu genießen - wenn sie wieder das Wetter hierzulande bestimmen.

Quellen:

Dipl.-Met. Sabine Krüger: Kleines Wintercomeback? Thema des Tages, Newsletter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 08.04.2019

Erstellt am 8. April 2019
Zuletzt aktualisiert am 10. April 2019

Unterstützen Sie Menschenswetter!

Die Höhe des Beitrags liegt in Ihrem Ermessen.

Weitere Informationen...

 3 Euro    5 Euro    12 Euro  
 Betrag selbst festlegen  

Schwüle kündigt Kälte an

Über Ostern war das Wetter in Mitteleuropa sommerlich sonnig warm. Die absinkende trockene Luft im Einflussbereich des Hochdruckgebiets „Katharina“ erwärmte sich und konnte daher die Luftfeuchte aufnehmen. So verschwanden im Lauf des Tages alle Wolken, die sich am kühlen Nachthimmel gebildet hatten. Doch nun wechselt das Wetter. Es wird zunehmend schwül, die gefühlte Temperatur steigt, obwohl der Thermometerwert sinkt. In wenigen Tagen wird es noch einmal kalt. Für wetterempfindliche Menschen sind diese rasanten Temperaturschwankungen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. weiterlesen...


Admarker

23. Deutscher Fibromyalgie-Tag der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V.

Ein Informationstag für Patienten mit Vorträgen und Workshops rund um Fibromyalgie

Samstag, 18. Mai 2019 in Göttingen

Vor Ort dabei unser Chefredakteur und Autor von "Der Fibromyalgie-Ratgeber - trotz Dauerschmerz ein gutes Leben führen"

Geschlechtertypische Schmerzwahrnehmung

Frauen und Männer regieren nach einem vergangenen Schmerzerleben unterschiedlich auf akuten Schmerz. Wird am Ort der Schmerzerfahrung der selbe Schmerzort stimuliert, zeigen Männer schon bei harmlosen Reizen eine übertrieben heftige Reaktion. Frauen bleiben dagegen davon unbeeindruckt und reagieren adäquat auf den aktuellen Schmerzreiz. weiterlesen...


Admarker

Ratgeber von Menschenswetter Redakteur Holger Westermann für die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung (DFV) e.V.

Ratgeber Fibromyalgie weiterlesen...


Sommerwetter begünstigt lebensbedrohliche Infektionen

Dass nasskaltes Wetter bei Asthma, Rheuma und Muskelschmerzen die Symptome verstärkt, dass dann Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen mit einem erhöhten Infarktrisiko rechnen müssen - das ist den Nutzern von Menschenswetter Anlass sich regelmäßig über die Vorhersagen zu informieren. Dass Erkältungen nur mittelbar durch Kälte „verursacht“ werden und eigentlich Virusinfektionen sind, wissen heutzutage schon Schulkinder. Doch solche Infektionen sind lästig aber nicht lebensbedrohlich. Die wirklich große Gefahr entwickelt sich erst zum Ausklang des Hochsommers. weiterlesen...


Intelligenz säuft - und verträgt das auch langfristig

Der sozioökonomische Status ist ein relevantes Kriterium für die Folgen des Alkoholkonsums auf die Gesundheit. Menschen in persönlich komfortablen oder gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen schlagen Schnaps, Wein und Bier weit weniger auf Herz, Kreislauf und Blutgefäße als Menschen, die unter problematischen Bedingungen leben. weiterlesen...